
Hotel Umsatz steigern: 5 versteckte Einnahmequellen, die die meisten Hoteliers ignorieren
Führen Sie ein Hotel, das zwar gut gebucht ist, aber am Ende des Monats bleibt trotzdem zu wenig Gewinn übrig?
Sie sind nicht allein. Viele Hoteliers machen den gleichen Fehler: Sie jagen ständig neuen Gästen hinterher, anstatt das Gold zu schürfen, das bereits in ihrer Lobby liegt. Die schmerzhafte Wahrheit ist, dass steigende Betriebskosten die Margen auffressen, und eine einfache Erhöhung der Zimmerpreise ist nicht immer die Lösung.
In diesem Artikel vergessen wir für einen Moment die Auslastungsquote. Wir konzentrieren uns auf das, was wirklich zählt: Wie Sie den Umsatz pro Gast (RevPAR) sofort steigern, ohne Ihr Marketingbudget zu sprengen.
1. Meistern Sie die Kunst des Pre-Stay Upsellings
Warten Sie nicht, bis der Gast an der Rezeption steht, um ihm ein Upgrade anzubieten. Dann ist es oft zu spät, und der Gast ist müde von der Reise.
Die effektivste Upselling-Strategie beginnt vor der Ankunft. Senden Sie 3 Tage vor dem Check-in eine automatisierte E-Mail mit unwiderstehlichen Angeboten:
- "Für nur 20 € extra: Upgrade auf die Junior Suite."
- "Sichern Sie sich jetzt Ihr Premium-Wellness-Frühstück." Die Konversionsraten sind hier oft doppelt so hoch, weil der Gast sich bereits auf den Urlaub freut und das Portemonnaie lockerer sitzt.
2. Verwandeln Sie OTA-Gäste in Direktbucher
Buchungsplattformen (OTAs) sind wichtig für die Sichtbarkeit, aber die Provisionen (15-20%) töten Ihren Gewinn.
Ihr Ziel muss es sein, den Gast beim nächsten Mal zur Direktbuchung zu bewegen. Wie?
Bieten Sie exklusive Vorteile für Direktbucher (z.B. kostenloses Late Check-out oder einen frischen Obstkorb zur Begrüßung).
Sammeln Sie beim Check-in unbedingt die E-Mail-Adresse für Ihren Newsletter ein (Datenschutz beachten). Ein Gast in Ihrer Datenbank ist wertvoller als ein Gast auf Booking.com.
3. Flexibler Check-out als Einnahmequelle
Viele Hotels verschenken Potenzial, indem sie starre Check-in/out-Zeiten haben. Bieten Sie "Early Check-in" oder "Late Check-out" gegen eine Gebühr an. Geschäftsreisende und Wochenendurlauber zahlen gerne für diese Flexibilität. Das verursacht kaum Kosten für das Housekeeping, bringt aber sofortigen Zusatzumsatz.
4. Partnerschaften mit lokalen Erlebnissen
Ihr Gast ist nicht nur zum Schlafen da; er möchte die Region erleben. Schließen Sie Partnerschaften mit lokalen Anbietern (Fahrradverleih, geführte Stadtführungen, Wellness-Center). Für jede Vermittlung erhalten Sie eine Provision. Sie steigern nicht nur Ihren Umsatz, sondern verbessern auch das Gästeerlebnis (Guest Experience), was wiederum zu besseren Online-Bewertungen führt.
5. Schulen Sie Ihr Team: Service ist Verkauf
Ihr Empfangspersonal sind Ihre besten Verkäufer – oft wissen sie es nur nicht. Schulen Sie Ihr Team darin, aktiv zuzuhören. Wenn ein Paar erwähnt, dass es seinen Jahrestag feiert, sollte das Angebot für das "Romantik-Paket" (Blumen & feine Pralinen aufs Zimmer) ganz natürlich folgen. Das ist kein aufdringlicher Verkauf, das ist aufmerksamer Service.
Den Hotelumsatz zu steigern, erfordert keine teuren Werbekampagnen. Es erfordert einen Fokus auf den bestehenden Gast und die Optimierung der internen Prozesse.